SideWinder Force FeedBack 2 Test

By   September 16, 2016

Der SideWinder Force FeedBack 2 haben wir mit dem Game Mech Warrior 4 Vengeance angespielt. Der SideWinder ist ungefähr dreimal so gross wie ein Wingman und bringt mit 1500 Gramm doppelt soviel auf die Waage. Das hat auch seinen Grund: der SideWinder ist mit einem Elektro”motor” ausgestattet, der dem Spieler verschiedene subjektive Spieleigenschaften vermitteln soll, wie das “Ratatat” eines Maschinengewehrs oder das Humpeln eines kaputten Autoreifens, oder wenn man getroffen wird, gibts einen Rückstoss. Je nach Gewicht eines Mechs ist das “um die Kurve” gehen viel anstrengender zu handhaben, als bei einem kleinen Mech.

Technische Daten

winder2Der SideWinder Force FeedBack 2 besitzt ein integriertes Netzteil. Die integrierte Stromversorgung vermeidet Kabelsalat und macht ein externes Netzteil wie noch beim Vorgängermodell überflüssig. Dafür gibts eine höhere Standfestigkeit. Mit der SideWinder-Software lassen sich die Tastenbelegung und die Funktionalität des Joysticks an die Bedürfnisse anpassen. Der integrierte 16-Bit-Prozessor mit 25 MHz Taktfrequenz kann dabei über 100 verschiedene Effekte berechnen.

Wer den SideWinder Force FeedBack 2 auspackt, dem fällt sofort auf, dass der Joystick schlaff herumbaumelt. Wer dies noch nicht kennt, denkt sofort an’s zurückschicken, denn die Joystickkräfte werden erst dann aktiviert, sobald man den Joystickgriff bewegt und er an das Stromnetz angeschlossen ist. Zudem lassen sich die Kräfte je nach Bedarf über die Registerkarte variieren. Zu den weiteren Features gehören 8 programmierbare Tasten, die den Tasten 1 bis 8 auf der Tastautr in einem Spiel entsprechen. Die vier Tasten auf dem Joystickgriff entsprechen herkömmlichen Joysticktasten, während die vier zusätzlichen Tasten  individuell einstellbar sind. DieSchubkontrolle kennen die meisten schon, sie ist natürlich auch beim SideWinder Force FeedBack 2 enthalten. Über den Kopfschalter lassen sich per Daumendruck die Richtung steuern, im Falle von Mech4 steuert er die Perspektive. Zuletzt gibt es da noch die Joystickdrehung, zusätzlich zu den herkömmlichen X- und Y-Achsen-Bewegungen. Beim Mech4 wird der obere Rumpf unabhängig von dem “Beinfahrwerk” nach links oder rechts gedreht.

Installation

Zuerst muss die Software installiert, dann der SideWinder Force FeedBack 2 angeschlossen werden. Wir haben ihn unter Windows 2000 ausprobiert. Dank USB Anschluss wird er einfach eingesteckt und die Treiber installieren sich praktisch fast von selbst. Tipp: bei allen Mainboards mit VIA USB Kontroller  wird der SideWinder Force FeedBack 2 nicht funktionieren, das Signal wird nicht ordnungsgemnäss übertragen. Ein Patch steht allerdings zum Download bereit, der das Problem behebt.

Einsatz im Game

Nach Stunden der Ballerei mit Mech4 unter recht heftigen Hand-Joystickbewegungen war klar, dass die Rückkehr zum normalen Joystick äusserst schwer fallen wird. Wer sich an die verschiedenen Funktionen gewöhnt hat, wird schneller im Geschehen vorankommen und damit entsprechend besser “überleben”. Das nette Rumpeln des SideWinder Force FeedBack 2 zwischendurch lässt einem das Spielgeschehen immer wieder ganz präsent erscheinen, es fehlt nur noch, dass der Stuhl, auf dem man sitzt, mitwackelt und Rauchschwaden sich um den Monitor breit machen. Dass der Stick auf individuelle Bewegungsvorlieben eingestellt werden kann, garantiert viel Spielraum für die schwache Frauen- bis zur bärenstarken Männerhand. Wobei gesagt werden muss, dass unter “Volllast” der Kräfte sich nach 2 Stunden ununterbrochenem Spielens die gleichen Anzeichen entstehen, wie nach einem Ausritt einer Enduro im freien Gelände…

Fazit, Plus und Minus

Unbedingtes Muss für alle Mechs- und Flugsimulatorfans, die auf reale Steuerungseffekte stehen. Gewöhnungbedürftig am Anfang, denn man hat Mühe, präzise zu spielen. Nach längerer Uebung und Eingewöhnung wird es jedoch immer besser und man wird ihn nicht mehr missen mögen. Mit ca. 200 Märker ist er zwar nicht ganz billig, bietet darüberhinaus aber Qualität in der Verarbeitung, Billigteile sucht man hier vergebens.

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